Eigentlich sollte genau das nicht mehr passieren: Äpfel aus Chile werden serviert, obwohl in den Ausspeisungen der öffentlichen Einrichtungen lokale Produkte zu verwenden sind! Im Juni diesen Sommers haben Kollegin Thaler und ich das Gesetz zur Förderung der lokalen Kreisläufe durch den Landtag gebracht (»siehe Landesgesetz LG 08/2010), damit es eben nicht mehr passiert, dass in Krankenhäuser, Altenheimen und Schulen der Apfel aus Chile und der Käse aus Bayern zum Einsatz kommen.
Bislang wurden zwar hie und da Fortschritte gemacht, aber wie ein Leserbrief in den "Dolomiten" vom 11.11.2010 belegt, werden zum Beispiel im Krankenhaus Meran immer noch Produkte ausländischer Herkunft verwendet, obwohl wir diese in mindestens gleichwertiger Qualität in unserem Land produzieren.
Deshalb: Das Landesgesetz 08/2010 zur "Förderung der landwirtschaftlichen Produkte und Lebensmittel aus dem heimischen Anbau, der Erziehung zu gesundem Essverhalten und des bewussten Konsums" ist zwar in Kraft, aber wir müssen nun penibel darauf achten, wie es umgesetzt wird. Will heißen: Es geht darum einerseits aufmerksam zu sein, wo welche Produkte zum Einsatz kommen, und andererseits gegenüber der Landesregierung auch immer wieder Druck zu machen, sich mit Nachdruck für den größtmöglichen Einsatz lokaler Produkte einzusetzen. Diesbezüglich habe ich eine Anfrage im Landtag eingereicht, in dem ich die Landesregierung um Aufklärung bitte, wie das Programm zur Umsetzung des LG 08/2010, dass innerhalb Jänner 2011 zu erstellen ist, aussehen wird.