Wir kennen die Geschichte unseres Landes. Wir wissen also mit welchen Schwierigkeiten Südtirol zu kämpfen hatte. Unser Landeshauptmann formulierte in Anspielung auf den Aufholbedarf in Sachen Forschung, Kultur und Technik sehr einfach aber treffend: „Zuerst haben wir schauen müssen, dass die Leute genug in den Mund bekommen, warme Hütten haben und zur Schule gehen können (Europäisches Forum Alpbach 2010)“.
Und er hat Recht damit. Heute leben wir ökonomisch gesehen in relativem Wohlstand, die Fundamente für eine funktionierende Wirtschaft sind gelegt. Wir meistern Krisen vergleichsweise gut. Dennoch: Die Zeit ist jetzt reif, einen weiteren Schritt voran zu gehen, Richtung einer „Phase drei“ im Südtirol des 21. Jahrhunderts: Wir brauchen verstärkt Investitionen in Forschung und Entwicklung, in die Universität und die Kultur. Wir brauchen den Mut, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, damit unsere vielen Studenten - die ja großteils zurückkommen möchten - auch die Möglichkeit bekommen, sich in Südtirol mit ihrem wertvollen Wissen einzubringen. Wenn ich daran denke, welchen Stellenwert auf der globalen Bühne wir durch die Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft heute genießen, so muss dies auch für die anderen Wirtschaftsbereiche möglich sein. Wir müssen dies nur wollen, und auch den Mut und die Konsequenz haben, dies durchzuziehen. Auf dass Südtirol morgen in den Zukunftstechnologien mithalten und vielleicht sogar Vorbildscharakter haben möge.