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Soziale Absicherung & Familie

Schon die Verfassungsväter der Nationalstaaten haben die Familie als kleinstmögliche, natürliche gesellschaftliche Grundeinheit anerkannt, und deshalb besonders geschützt. Augenscheinlich haben sich inzwischen die Dimensionen in den Familien geändert, sie sind zahlenmäßig kleiner und weniger generationenübergreifend geworden. Auch die Ehe wird immer seltener als primäre Form des Zusammenlebens gewählt. Trotzdem: Die Familie bleibt etwas besonderes, sie ist der Ursprung jeder Gesellschaft und die erste Form der sozialen Absicherung.

Deshalb setze ich mich weiterhin für unterstützende Maßnahmen ein. Wohin, also, soll der Weg gehen? Ganz eindeutig müssen wir als Gesellschaft weiterhin darauf setzen, dass die Familie als soziale und wirtschaftliche Gemeinschaft gefördert wird, egal ob in der Ehe oder in den Lebensgemeinschaften. Der Kernpunkt, den es zu schützen gilt, ist der Wille eines Paares, für sich und für die Kinder sowie für die ältere Generation Sorge zu tragen. Natürlich wünsche ich mir - als christlich-sozial geprägter Politiker -, dass die Ehe als höchstes Gut anerkannt und unangetastet bleibt. Doch wir können uns vor den Entwicklungen nicht verschließen, und müssen deshalb das Gut der Gemeinschaft zwischen den Menschen in jeder Form schützen, egal ob in der Ehe oder nicht, was zählt ist der gute Wille der Menschen, füreinander im Rahmen der Familie da zu sein.

Doch nicht alleine die Familie kann das soziale Netz tragen, die gesamte Gesellschaft ist gefordert, für den einzelnen da zu sein. Und an diesem Punkt schwächelt unser System: Wir wissen heute schon, dass morgen die Mittel für die soziale Absicherung nicht reichen werden, wenn wir nicht umgehend reagieren. Insbesondere die Bereiche der Rente und der Pflegesicherung sind im Blick zu halten: Während die Lebenserwartung im Steigen begriffen ist, kommen immer weniger Kinder nach, sodass sich die Alterspyramide stark verschieben wird. Dies bedeutet, dass sich die heutige Generation der 20 bis 40-jährigen bereits ein "größeres Rucksackl" an Altersvorsorge ansparen und mitnehmen muss. Alternative Modelle wie der "Laborfonds" sind zwingende Mittel, um rechtzeitig gegensteuern zu können; damit wir nicht in soziale Missstände abdriften.

 

 

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